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Stadion-Magazin "Der Schnüdel" FC Schweinfurt 05 08/2001

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Stadion-Magazin "Der Schnüdel" FC Schweinfurt 05 vom 17. August 2001

Willkommen Christian Wück

Nicht immer Glück

Schlagzeilen wie das für seinen Namen bestens geeignete "Wück im glück" durfte der einstige "Club"-Spieler zwar auch schon oftmals lesen, doch nach seinem Wechsel von Nürnberg zum Karlsruher SC heftete sich das Verletzungspech an die Fersen von Christian Wück. Sieben (!) Operationen ("jedes Mal ‚was anderes") musste er über sich ergehen lassen, die Heftigste Mitte der 90er, als in einer Partie gegen den 1. FC Köln das Kreuzband riss.

An sich ein Schicksal, das zahlreiche Kicker ereilt. Doch der Gänheimer Christian Wück, der heute mit Bielefeld bei uns gastiert, kam danach erstmal nicht mehr so recht auf die Beine. Was daran lag, dass man ihm den Meniskus entfernte, sich ein Knorpel auflöste und im Knie immer wieder Flüssigkeit sammelte. 168 Bundesliga-Partien mit 18 Toren folgten fortan keine Auftritte mehr. Doch das Talent, das einst sogar mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht wurde, stand mit einer medizinischen Sensation wieder auf: Wück wurde der Meniskus eines Toten eingepflanzt, eines circa 50 Jahre alten Mannes, der an einem Herzinfarkt starb. So genau weiß der Offensivspieler das nicht. So genau will er es auch gar nicht wissen. "Ich will wieder Fußball spielen", sagte Wück damals. 
Eine 100-prozentige Garantie konnten ihm die Ärzte für sein "neues" Knie nicht geben. Doch er tritt längst wieder gegen den Ball. Claus Reitmaier, fränkischer Ex-Kollege beim KSC und Torwart in Wolfsburg, erinnerte sich vor zwei Jahren an Wück " und hat dem Trainer meine Telefonnummer gegeben." Der KSC hingegen wollte aufgrund der Ungewissheit seinen Vertrag nicht verlängern. In Wolfsburg blieb er aber nur ein Jahr, ging dann nach Bielefeld und erzielte in der letzten Saison vier Tore. Heuer lief es bislang noch nicht so recht, wartet er noch auf einen Einsatz. 
Wück, der früher noch zu seinem gerade in die Kreisliga aufgestiegenem Heimatverein DJK Gänheim ab und an als Linienrichter zurückkehrte, hätte ein Ende der Karriere vor eine ungewisse Zukunft gestellt. "Die Gedanken daran kamen, verschwanden aber sofort wieder", sagt der jetzt 28-jährige, der keinen "echten" Beruf erlernt hat und vor seiner bisher erfolgreichsten Zeit beim Club kurz auch mal beim FC 05 spielte. Willkommen daheim, Christian!

 


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